Neues aus Berlin

Wahlkreisabgeordneter Günter Baumann (CDU) berichtet für den Wochenspiegel


Liebe Leserinnen und Leser,

das Hauptthema dieser Woche war im Innenausschuss, im Fraktionsvorstand und in einer aktuellen Stunde die Integration von in Deutschland lebenden Ausländern. Nachdem die verheerende Lage von mehreren Berliner Schulen an die Öffentlichkeit gelangte, bei denen die Gewalt gegen Lehrer und Mitschüler auf der Tagesordnung steht. Hierzu wird ein Nationaler Aktionsplan mit konkreten Maßnahmen zur Integration von der CDU/CSU-Fraktion erarbeitet.

Am Montag nahm ich in meiner Funktion als Vorsitzender der Arbeitsgruppe Petitionen der CDU/CSU-Bundestagsfraktion an der Tagung der Vorsitzenden und Stellvertreter der Petitionsausschüsse des Bundes, aller 16 Bundesländer und Vertretern aus Österreich, Schweiz, Tschechien und Litauen teil. Die Fachtagung beschäftigte sich mit den Themen Bürgerbeschwerden und der Zusammenarbeit der Petitionsausschüsse zwischen den verschiedenen Ländern. Der hohe Stellenwert des Beschwerdewesens, der im Grundgesetz verankert ist, wurde als effektiv in den Diskussionen herausgearbeitet. Ich hielt im Rahmen der Tagung einen Vortrag zur Rolle des Petitionswesen und der Bedingungen unter welchen zusätzliche Beauftragte der Bundesregierung für den Bürger hilfreich sein können.

Bei dem Energiegipfel im Kanzleramt mit Mitgliedern der Bundesregierung und Vertretern der größten Energieunternehmen Deutschlands diskutierte man über Konzepte für eine zukunftsfähige Energiepolitik. Auch während einer aktuellen Stunde im Plenum wurde über die Energiepolitik debattiert. Alle waren sich eins, dass die steigenden Energie- und Strompreise eine erhebliche Belastung für die Menschen und darüber hinaus für den Wirtschaftsstandort Deutschland sind. Ein Konzept der Bundesregierung wird bis zum Sommer vorliegen. Zu diesem Thema werde ich mit anderen sächsischen Bundestagsabgeordneten am 11.4. einen Vor-Ort-Termin im Kraftwerk Boxberg haben, um uns von der Geschäftsleitung über die aktuelle Situation des Kraftwerks und der Energieversorgung und -sicherung im Allgemeinen informieren zu lassen.

Der Präsident und die einzelnen Innungspräsidenten des sächsischen Handwerktages hatten im Rahmen eines Parlamentarischen Abends die sächsischen Bundestagsabgeordneten in die Landesvertretung Sachsens eingeladen. In diesem Zusammenhang wurde ausführlich über die Forderungen des sächsischen Handwerks beraten. Eines der Hauthemen von zahlreichen Problemen war erneut die schlechte Zahlungsmoral, wodurch jährlich viele Unternehmen ohne eigenes Verschulden in die Insolvenz gelangen. Mit dieser Angelegenheit hat sich auch der Bundestag in dieser Woche befasst.

Hierzu wurde das "Forderungssicherungsgesetz" zur Sicherung von Werkunternehmeransprüchen und zur verbesserten Durchsetzung von Forderungen in einer 1. Lesung im Plenum beraten. Das Ziel ist es, die Zahlungsmoral - vor allem in der Baubranche - durch ein Bündel von Maßnahmen zu stärken. Handwerksbetriebe sollen in der Lage sein ihre erbrachten Leistungen effektiv zu sichern. Auf diesem Gebiet hat der Freistaat Sachsen in den letzten Jahren schon aufgrund der sich zuspitzenden Situation im Lande eine Reihe von Initiativen gestartet, um die Stellung der Handwerksbetriebe hinsichtlich von ausstehenden Zahlungen zu stärken. Der aktuelle Gesetzentwurf des Bundesrates, der auf die Initiative von Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen zurückgeht, wurde am Donnerstag im Plenum vom sächsischen Justizminister Mackenroth begründet.

 

Berlin, am 07.04.2006


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